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Am 1. Dezember 1914 gründeten die fünf Brüder Alfieri, Bindo, Carlo, Ernesto und Ettore Maserati in Bologna die Firma Società Anonima Officine Alfieri Maserati (S. A. Officine Alfieri Maserati), besonders Alfieri und Carlo wurden als Rennfahrer bekannt. Der Dreizack als Markenzeichen, der Tridente, entstammt dem Neptunbrunnen von Bologna. Das

Unternehmen baute zunächst ausschließlich Rennfahrzeuge. 1926 erzielte ein Maserati seinen ersten Klassensieg bei der Targa Florio in der 1,5-Liter-Klasse. 1937 wurde Maserati in das Industrieimperium von Graf Adolfo Orsi eingegliedert. 1939 und 1940 gewann Wilbur Shaw auf Maserati bei den Indianapolis 500, 1942 begann der Bau von Lastwagen mit Elektromotor, der bis 1955 lief. 1946 baute Maserati das erste Serienfahrzeug, den Maserati A6. Vor allem in den 1950er-Jahren waren die Rennwagen erfolgreich. 1957 nahm Maserati mit dem Maserati 250F und Juan Manuel Fangio an der Formel-1-Weltmeisterschaft teil und gewann seinen fünften Weltmeistertitel.

Der 3500 GT Touring und etwas später der 3500 Sebring entstanden als Beispiele der begehrenswertesten Sportwagen ihrer Zeit. Maserati kam unter staatliche Zwangsverwaltung.

1960 begann die Produktion des Maserati Tipo 61, wegen seines charakteristischen Gitterrohrrahmens besser bekannt als „Birdcage“.     

Als Motorenlieferant für Cooper feierte Maserati 1967 seinen letzten Formel-1-Erfolg. Die Modelle Quattroporte I, Mistral (Mittelmeerwind), Mexico und Ghibli (tunesischer Saharawind) bildeten die Modellpalette dieser Zeit. Der Ghibli war einer der schnellsten Straßensportwagen seiner Epoche und ein großer kommerzieller Erfolg. Es wurden 1247 Stück gebaut, davon 125 Stück als Spyder. Maserati erreichte damit in dieser Zeit ähnlich hohe Produktionszahlen wie Ferrari.

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Ab 1968 hielt Citroën über 60 Prozent der Firmenaktien; Giulio Alfieri war Chefkonstrukteur und entwarf Modelle wie den Khamsin (Ostsaharawind), den Quattroporte III, den Bora (Adriawind) und den Merak. Die meisten Modelle waren nach Winden benannt. Der Indy erschien 1969 als 2+2-Coupé und setzte die Linie des Ghibli mit erweitertem Platzangebot fort.

Über 1000 Exemplare mit 4,2-l- und 4,9-l-V8-Motor wurden gebaut. Bis 1975 entstanden Prototypen für eine neue Modellgeneration, unter anderem der „Shimun“ von Giugiaro, gedacht als Nachfolger des Indy. Citroën benutzte für den SM den V6-Motor des Merak und baute über 12.000 Exemplare.

1981 wurde der Biturbo vorgestellt, ein sportlicher Zweitürer, der Maserati trotz anfänglicher Qualitätsprobleme das Überleben sicherte. Er wurde in vielen Varianten bis 1999 gebaut und ständig verbessert. Einige Modelle waren Biturbo Si, 222, 228, 425, 430, 422, 2.24 v, 4.24 v oder auch Biturbo Spyder, Karif oder Racing. Es gab Motoren mit 2,0 l, für den Export später auch 2,5-l- und 2,8-l-Aggregate. Zuerst mit Drei-Ventil-Technik, später dann mit vier Ventilen pro Zylinder. Auch ein 3,2-V8 wurde konstruiert, der zunächst im Shamal mit 326 PS Verwendung fand und später leicht modifiziert auch in der Limousine Quattroporte IV und im Coupe 3200 GT zum Einsatz kam.

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1991 stellte Maserati das Homologationsmodell Barchetta, dessen Straßenversion Barchetta Stradale nie in Serie gebaut wurde, vor. Dennoch existieren einige wenige zugelassene Barchetta - allesamt umgebaute Rennversionen. Ein Barchetta erhielt den 2,8-l-V6 Motor, während die Originale mit einer 2,0-l-Maschine Rennen fuhren.

Im Jahr 1993 erwarb Fiat die Aktienmehrheit von Maserati, Eugenio Alzati wurde geschäftsführender Direktor. Unter seiner Leitung entstanden der Ghibli II und der Quattroporte IV auf Basis der Biturbo-Motorenreihe. Am 7. Juli 1997 unterstellte Fiat Maserati Ferrari. Ferrari erwarb zunächst 50 %, um im Jahr darauf Maserati komplett zu übernehmen. Ferrari investierte zunächst in eine neue Produktionsanlage, die noch heute zu den modernsten für Supersportwagen zählt.

2004 präsentierte die Dreizack-Marke das Homologationsstraßenmodell Maserati MC12 auf Basis des Ferrari Enzo für die FIA-GT-Meisterschaft. 25 Straßenversionen wurden an „treue Kunden“ der Marke vergeben. Wegen einer kurzfristigen Änderung des Reglements mussten die MC12 außer Konkurrenz starten.

Im Jahr 2005 löste die Fiat-Holding Maserati aus der Ferrari-Maserati-Group heraus und führt sie als eigenständige AG analog zu Ferrari. Die enge Zusammenarbeit zwischen Maserati und Ferrari blieb weiterhin bestehen.

Im zweiten Quartal 2007 fuhr Maserati erstmals in den 17 Jahren unter Fiat-Regie in die Gewinnzone. 2007 war ein Rekordjahr für den Hersteller. Maserati erzielte den höchsten Absatz in seiner nunmehr über 90-jährigen Geschichte und lieferte über 7.300 Fahrzeuge weltweit an Kunden aus.

1962 gr

Maserati 3500 GT IS (1962)

1966 gr

Maserati Mistral 4000 (1966)

1969 gr

Maserati Mexico (1969)

Aktuelle Modelle
Aktuell werden vier Modelle angeboten:

  • der Maserati GranTurismo (seit September 2007)
  • das Maserati GranCabrio (seit Mai 2010)
  • der Maserati Quattroporte (seit Februar 2013)
  • der Maserati Ghibli III (ab September 2013)

Neben den genannten Modellen wird noch eine Kleinserie mit der Bezeichnung Maserati MC12 angeboten, die eine Weiterentwicklung des Ferrari Enzo ist.

Im Herbst 2007 erschien erst der Maserati GranTurismo mit 4,2-Liter-Motor und 2008 der stärkere GranTurismo S mit 4,7-Liter-Maschine. Dieser wird seit 2009 auch als GranTurismo S Automatic angeboten.

Auf der Frankfurter Automobilausstellung 2009 hatte das Maserati GranCabrio – ein vollwertiges viersitziges Cabrio mit elegantem Stoffverdeck auf Basis des GranTurismo S Automatic – seine Weltpremiere. Die Produktion im Maserati-Werk am Viale Ciro Menotti in Modena läuft seit Anfang 2010; die ersten Cabrios wurden im Mai 2010 ausgeliefert.

Auf der IAA in Frankfurt 2011 wurde das SUV-Modell Maserati Kubang präsentiert. Es basiert auf einer Jeep-Plattform und soll voraussichtlich 2013 auf den Markt kommen.